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Journal Title

Title of Journal: Köln Z Soziol

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Abbravation: KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

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Publisher

VS-Verlag

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DOI

10.1007/s00132-001-0277-6

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ISSN

1861-891X

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Dienstleister der Finanzialisierung: Fragmentierte Organisation und kalkulierte Profite in der Immobilienwirtschaft

Authors: Sebastian Botzem, Leonhard Dobusch,

Publish Date: 2012/12/07
Volume: 64, Issue:4, Pages: 673-700
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Abstract

Die Finanzkrise von 2007 hat Fragen nach der sozialen Ordnung kapitalistischer Gesellschaften wieder in den Mittelpunkt gerückt. Vor allem in der Wirtschaftssoziologie wird ein gestiegener Einfluss von Finanzmarktakteuren und -logiken konstatiert. Die bisherige Forschung zu Finanzialisierung konzentriert sich jedoch stark auf Makrophänomene oder innerorganisationale Perspektiven. Finanzialisierungskonzepte, die ausdrücklich interorganisationale Prozesse in den Blick nehmen, sind bisher wenig entwickelt. Hier setzt der vorliegende Artikel an und untersucht exemplarisch das Geschäftsgebaren und die Finanzierungspraktiken einer europaweit tätigen Immobiliengesellschaft. Die historisch angelegte Fallstudie analysiert dabei Kooperationen zwischen unterschiedlichen Finanzdienstleistern (Banken, Makler, Notare, Wirtschaftsprüfer, Kunden) sowie die von ihnen organisierte grenzüberschreitende Verschiebung von juristischer Haftung und wirtschaftlicher Verantwortung. Der Beitrag trägt so auf zweierlei Weise zur aktuellen Finanzialisierungsdiskussion bei: Zum einen analysiert er die interorganisationale Kooperation von Dienstleistungsfirmen und erklärt ihre konstitutive Rolle in Finanzialisierungsprozessen. Zum anderen zeigt er die Bedeutung kalkulatorischer Praktiken für die Etablierung finanzialisierter Unternehmen auf.The financial crisis of 2007 has brought questions about the social order in capitalist societies back into the limelight. Economic sociology in particular emphasizes the growing influence of financial markets’ actors and logics. Most research focuses on macro phenomena or intra-organizational and individual perspectives. In contrast, concepts of financialization that explicitly take an inter-organizational perspective are in their infancy. Therefore, this article investigates the business and financing practices of a Europe-wide real estate firm. The historic case study shows the importance of service firms in the real estate sector and analyzes cooperation between different financial service firms (banks, estate agents, notaries, auditing firms, customers). Furthermore, it investigates how they jointly organize border-crossing and the relocation of legal liabilities and economic accountability. The article thus contributes to the current financialization debate in two ways: for one, it analyzes and explains inter-organizational cooperation between different service firms as being constitutive for financialization dynamics. For another, it points to the importance of calculative practices for establishing financialized corporations.Bei der Rechtsform der GmbH & Co KG handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft (KG, Rechtsgrundlage sind §§ 161 bis §§ 177a HGB). In der Systematik des Gesellschaftsrechts zählen KGs zur Gruppe der Personengesellschaften und bestehen immer aus mindestens einem unbeschränkt und persönlich haftenden Komplementär und einem oder mehreren Kommanditisten, die nur mit ihren Einlagen haften.Im Falle der GmbH & Co KG ist jedoch der Komplementär eine GmbH. Es handelt sich also effektiv um eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft im rechtlichen Gewand einer Personengesellschaft. Gründe für die Wahl einer GmbH & Co KG sind häufig steuerrechtliche Vorzüge in Verbindung mit Haftungsbeschränkungsstrategien.


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