Journal Title
Title of Journal: Präv Gesundheitsf
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Abbravation: Prävention und Gesundheitsförderung
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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
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Authors: Sarah Fahrland Michael Fröhlich
Publish Date: 2015/02/13
Volume: 10, Issue: 1, Pages: 1-2
Abstract
Das erste Heft des Jubiläumsjahrgangs 10 der Zeitschrift Präventionen und Gesundheitsförderung dokumentiert einmal mehr in beispielhafter Weise die verschiedenen Facetten präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen und Interventionen Das Facettenspektrum präventiver und gesundheitsfördernder Interventionen reicht dabei von physischen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz welche u a im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zum Ausdruck kommen bis hin zu Erkenntnissen innerhalb der psychischen Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen sowie Personen mit Migrationshintergrund Darüber hinaus weist das aktuelle Heft auf weit auseinanderliegende Kontexte und Anwendungsfelder wie Altenpflege Mitarbeiter im Schichtdienst sowie neuere Einsatzmöglichkeiten von beispielsweise Telemedizin hin So unterschiedlich die einzelnen Themen im vorliegenden Heft auch sein mögen vereint alle Beiträge die kritische und reflektierte Betrachtung und Evaluation präventiven Handelns Dem Anspruch der Zeitschrift wird im Besonderen Rechnung getragen indem der interdisziplinäre Austausch über die Disziplingrenzen hinweg gefördert und wissenschaftlicher Fort und Weiterbildung – gerade im neuen Jahrgang 2015 – ein hoher Stellenwert zugesprochen wirdDem betrieblichen Gesundheitsmanagement bzw der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz kommt u a in aktuellen Studien zur physischen und psychischen Belastung am Arbeitsplatz im Hinblick auf krankheitsbedingte Ausfalltage der Zunahme von diagnostizierten BurnoutRaten sowie des Humankapitals eine zentrale Bedeutung zu Dies wird durch die Beiträge von Dietrich et al zum betrieblichen Gesundheitsmanagement in der Altenpflege unter besonderer Berücksichtigung der Pflege von dementen Menschen und von LimbrechtEcklundt et al zur psychischen Gesundheit und Arbeitsbelastung von Ärztinnen und Ärzten dokumentiertGeht es darum Maßnahmen und Interventionen zur Belastungsmodulation im Setting Arbeitsplatz wissenschaftlich zu evaluieren und somit geeignete Handlungsempfehlungen auszusprechen so ist auf die Beiträge von Altenhörner et al sowie Ladebeck et al zu verweisen Altenhöner et al spezifizieren in ihrer Evaluationsstudie die Besonderheiten von Maßnahmen des BGM für Mitarbeiter die im Schlichtdienst arbeiten und somit zeitlichen bzw chronobiologischen Belastungen ausgesetzt sind Ladebeck et al untersuchen in ihrer lidaStudie – Leben in der Arbeit – den Zusammenhang von Arbeit Alter und Gesundheit bei erwerbstätigen Menschen insbesondere wird die Inanspruchnahme von Leistungen zur individuellen Gesundheitsförderung und die Arbeitsfähigkeit in den Blick genommen Wissenschaftlich begründete Handlungsempfehlungen sind auch dann angebracht wenn Arbeitnehmer trotz krankheitsbedingter Beeinträchtigung die Arbeit aufnehmen bzw weiterführen Präsentismus kann einerseits zu hohen Kosten auf Arbeitgeberseite führen und andererseits die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen Inwieweit Maßnahmen des BGM geeignet sind gesundheitsbedingte Leistungseinbußen bei der Arbeit durch Präsentismus zu ergründen wird von den Autoren Wilke et al untersuchtNach den aktuellen Zahlen von 2013 der Bundespsychotherapeutenkammer 1 liegt die Häufigkeit psychischer Erkrankungen für Frühverrentungen bei 421 und somit weit über muskulären ca 14 und HerzKreislaufbedingten ca 10 Erkrankungen was u a auch durch die sehr deutliche Zunahme von Arbeitsunfähigkeitstagen durch psychische Erkrankungen dokumentiert ist 2 Somit sind psychosoziale Erkrankungen bzw überdauernde psychische Belastungen am Arbeitsplatz – welche sich in BurnoutSymptomatiken äußern können – zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen Im Beitrag von Brause wird exemplarisch hierzu das BurnoutRisiko von Pflege und Betreuungskräften in der stationären Langzeitversorgung thematisiert was die Autorin schlussfolgern lässt dass Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nicht allein auf das Gesundheitsverhalten zielen sollen sondern auch auf das Management und die Organisation einer Einrichtung Im Setting Hochschule wird hierzu von Wörfel et al das Selbstmitgefühl als protektiver Schutz für Burnout bei Studierenden untersuchtPräventives Handeln und Gesundheitsförderung bedingen wissenschaftliche Evidenz um nicht als Modeerscheinung abgetan zu werden und ideologischen Einflüssen bzw außengeleiteten Impulsen zu unterliegen Die Beiträge von Effertz u Adams sowie Schmid et al beschäftigen sich mit solchen präventiven Handlungsempfehlungen auf zwei unterschiedlichen Anwendungsbereichen und liefern somit Erkenntnisse für weitere Studien Während Effertz u Adams die Prävention von Adipositas durch Kindermarketingverbote und Steueränderungen in den Fokus ihres Beitrags stellen geht es bei Schmid et al und Haug um die Teilnahmebereitschaft von Jugendlichen an einem Rauchstoppprogramm über das HandyWeitreichende konzeptionelle Überlegungen und hinreichende Ergründung des Untersuchungsgegenstands sind als zentrale Merkmale wissenschaftlicher Studienqualität anzusehen Daher kommt den beiden Beiträgen der Autorengruppe um SantosHövener sowie Middeke eine besondere Bedeutung zu Während SantosHövener et al die Konzeption einer Studie zu sexueller Gesundheit in Deutschland lebender Afrikaner/innen vorstellen und partizipatives Vorgehen unter Einbeziehung der Zielgruppen als entscheidend ansehen wird in der Studie von Middeke zur Telemedizin bei chronischer Herzinsuffizienz das Alter der Personen der Schweregrad die medikamentöse Therapie und das Telemedizinprogramm als entscheidend für den Erfolg herausgestelltObwohl sportliche Aktivität zahlreiche positive Valenzen auf physische psychische und soziale Gesundheit besitzt und in weiten Teilen die wissenschaftliche Evidenz nachgewiesen ist 3 sind negative Begleiterscheinungen wie im Beitrag von Leischik – zu Ausdauersport und kardinale Schädigung – dokumentiert nicht von der Hand zu weisen und bedürfen einer wissenschaftlichen Aufarbeitung und Berücksichtigung Inwieweit sich sportliche Aktivität als Moderatorvariable bei Personen mit und ohne Köperbehinderung auf Determinanten von Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt wird von Fahrland et al untersucht
Keywords:
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