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Journal Title

Title of Journal: Z Herz Thorax Gefäßchir

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Abbravation: Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie

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Publisher

Springer-Verlag

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DOI

10.1007/s00774-015-0723-x

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ISSN

1435-1277

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Psychologische Versorgung

Authors: J Gummert
Publish Date: 2011/04/13
Volume: 25, Issue: 1, Pages: 6-8
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Abstract

Zunehmend wird die psychische Situation unserer kardiochirurgischen Patienten bedeutsam für den Operations und Genesungsverlauf Nicht nur in der klinischen Versorgung sondern auch in der wissenschaftlichen Reflexion wird dies in unserem Hause durch eine eigene psychologische Abteilung repräsentiertZusammen mit Prof Scheld als Direktor der Klinik und Poliklinik für Thorax Herz und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Münster möchte ich Sie herzlich zum ersten westfälischen Symposium für Psychologie und Herzchirurgie begrüßen Wir wollen uns zum einen mit dem psychischen Befinden der HTXPatienten im Langzeitverlauf und der akuten psychischen Belastung und deren Bewältigung im normalen herzchirurgischen Alltag beschäftigen Dazu haben wir interessante Referenten gewonnen die aus ihrer langjährigen klinischen und Forschungspraxis berichten werden Ich freue mich über die Gelegenheit Ihnen von den ganz persönlichen Erfahrungen die ich in der Zusammenarbeit mit der Psychologie in Jena und hier in Bad Oeynhausen sammeln durfte zu berichtenNatürlich steht auch der Patient im Mittelpunkt meines Bemühens Leider musste ich in meiner klinischen Karriere akzeptieren lernen dass sich im Spannungsfeld von Gesundheitspolitik Ökonomie Forschung Lehre Arbeitszeitgesetz und Nachwuchsmangel die zur Verfügung stehende Zeit für den einzelnen Patienten drastisch reduziert hat Als ich in Jena meine Arbeit aufnahm war ich daher froh schon eine etablierte Psychologenstelle vorzufinden die mein Vorgänger Prof Wahlers zur psychischen Betreuung herzchirurgischer Patienten und deren Angehörigen eingerichtet hat Was diese Arbeit im Einzelnen bedeutet und was sie für Auswirkungen auf die Patienten hat wusste ich damals noch nicht Ich muss aber sagen dass ich sie sehr schnell zu schätzen begannIch habe gelernt dass psychologische Diagnostik und psychotherapeutische Behandlung auf wissenschaftlichen Theorien basieren die in ihrer Komplexität und Effektivität überprüfbar sein müssen Und ich habe gelernt dass psychologische Interventionen eine große Bandbreite von Behandlungsmöglichkeiten offenbaren und weitaus mehr als das Tränen trocknen beinhalten was ich ehrlicherweise bis dato vage vermutete Beeindruckend erlebe ich immer wieder wie psychologisch mitbehandelte Patienten angesichts ihrer Herzoperation Stärken in sich wahrnehmen von ihren Zielen berichten oder ihre Genesungsmotivation deutlicher benennen können Mit meinem Wechsel von Jena nach Bad Oeynhausen war ich von daher sehr froh diesen bewährten psychologischen Dienst mitnehmen und um eine weitere Stelle erweitern zu könnenIn einem leistungsstarken Zentrum wie dem unseren mit annähernd 4000 herzchirurgischen Operationen rund 70 Herztransplantationen und über 100 Implantationen von mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen pro Jahr darf die psychische Situation des Patienten nicht außer Acht gelassen werden Natürlich kümmern sich alle Mitarbeiter des Hauses um die menschlichen Nöte und Sorgen unserer Patienten mit hohem Engagement Daneben existieren aber auch psychische Störungen des Einzelnen die er entweder neben der Herzerkrankung schon mitgebracht hat oder die durch die Herzoperation erst entstanden sind Die Prävalenz einer Depression bei herzinsuffizienten Patienten beträgt z B bis zu 25 die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einer Herztransplantation oder Herzunterstützungsimplantation liegt bei 20 Hier können wir Chirurgen mit dem normalen menschlichen/ärztlichen Gespräch nur scheitern selbst wenn uns dafür mehr Zeit zur Verfügung stünde Hier bedarf es dringend einer fachgerechten Behandlung im Sinne einer ganzheitlichen PatientenversorgungÜber die besondere psychische Belastung von Herztransplantationspatienten ist vielerorts geschrieben und berichtet worden Erschreckend erscheint mir die psychologische Versorgung dieser Patienten Es fehlen qualitative Mindeststandards für die psychische Betreuung zu der jedes Transplantationszentrum nach § 10 Abs 2 Transplantationsgesetz TPG verpflichtet ist Darin heißt es „Die Transplantationszentren sind verpflichtet … 5 vor und nach einer Organübertragung Maßnahmen für eine erforderliche psychische Betreuung der Patienten im Krankenhaus sicherzustellen …“


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