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Journal Title

Title of Journal: CME

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Abbravation: CME

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Publisher

Springer-Verlag

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DOI

10.1002/hyp.529

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ISSN

1614-371X

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Anticholinergikum überfl ügelt Betamimetikum

Authors: Beate Schumacher
Publish Date: 2012/02/19
Volume: 9, Issue: 1, Pages: 22-22
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Abstract

Winterzeit ist Exazerbationszeit für COPDPatienten Eine Maßnahme zur Prävention dieser fatalen Ereignisse besteht in der Dauertherapie mit lang wirksamen Bronchodilatatoren Ob mit einem Anticholinergikum oder einem Beta2Mimetikum das lassen die Leitlinien bislang offen In einer aktuellen Vergleichsstudie schnitt die anticholinerge Therapie besser abUnter einer Exazerbation versteht man jede akute Verschlechterung einer COPD die über die individuelle tägliche Schwankungsbreite hinausgeht und eine Therapieänderung notwendig macht Weil die meisten Exazerbationen durch virale und/oder bakterielle Infekte ausgelöst werden müssen COPDPatienten im Winter besonders häufig stationär behandelt werden Die Mortalität solcher Infektexazerbationen darauf weist Prof Dr Jörg Braun Hamburg im „Pneumologen“ hin entspricht der eines MyokardinfarktesCOPDPatienten vor Exazerbationen zu bewahren ist daher ein wesentliches Ziel der Therapie An erster Stelle als wirksamste und dazu kosteneffektivste Maßnahme so Braun steht die Rauchkarenz Weitere nachweislich wirksame Präventionsmaßnahmen sind die jährliche Influenzaimpfung sowie der Einsatz von lang wirksamen Bronchodilatatoren und bei häufigen Exazerbationen auch von inhalativen Kortikosteroiden ICSOb ein lang wirksames Beta2Mimetikum LABA oder ein Anticholinergikum besser vor Exazerbationen zu schützen vermag wurde in der Studie POET untersucht Vogelmeier C et al N Engl J Med 2011 An der randomisierten doppelblinden Studie beteiligten sich 7376 COPDPatienten in den GOLDStadien II bis IV mit mindestens einer Exazerbation im Vorjahr Ein Jahr lang sollten sie einmal täglich 18 μg Tiotropium oder zweimal täglich 50 μg Salmeterol inhalierenTiotropium verlängerte im Vergleich zu Salmeterol die Zeit bis zur ersten mittelschweren oder schweren Exazerbation von 145 auf 187 Tage das entspricht einer relativen Risikoreduktion von 17 Das Risiko einer ersten schweren das heißt stationär behandlungsbedürftigen Exazerbation wurde relativ um 28 reduziert Die Rate jährlicher Exazerbationen betrug 064 unter dem Anticholinergikum und 072 unter dem LABA die Rate schwerer Exazerbationen 009 bzw 013Die Überlegenheit von Tiotropium zeigte sich konsistent in allen Subgruppen von Patienten unabhängig von Alter Raucherstatus Geschlecht Kortikosteroidtherapie und Schweregrad der COPD Unerwünschte Ereignisse waren selten In dieser Hinsicht gab es ebenso wie beim Überleben keine Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen Klinisch relevante RisikominderungWie die überlegene Präventionswirkung von Tiotropium zustande kommt ist unklar Es ist nicht auszuschließen dass dabei auch Unterschiede in den Aerosolsystemen oder die erforderliche zweimal tägliche Anwendung von Salmeterol eine Rolle spielen Eine Extrapolation auf andere LABA ist daher laut Braun nicht möglichFür Braun stellt die VerumVerumStudie trotzdem einen „Meilenstein in der Erforschung der COPD“ dar Die Studie belege dass bei einem breiten Spektrum von Patienten mit mäßiggradiger bis sehr schwerer COPD Tiotropium wirksamer als Salmeterol vor Exazerbationen schützen könne Und wegen der hohen Morbidität und Mortalität von Exazerbationen ist „jede Beeinflussung der Exazerbationsrate klinisch relevant“ wie der Pneumologe betont


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