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Title of Journal: Bundesgesundheitsbl

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Abbravation: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz

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Publisher

Springer-Verlag

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DOI

10.1007/bf01260966

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ISSN

1437-1588

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Frühkindliche Ernährung und späteres Adipositasris

Authors: B Koletzko S Schiess B Brands G Haile H Demmelmair R von Kries V Grote
Publish Date: 2010/06/30
Volume: 53, Issue: 7, Pages: 666-673
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Abstract

Der Einfluss metabolischer Faktoren während begrenzter sensibler Zeitfenster in der prä und postnatalen Entwicklung kann andauernde Effekte auf die Gesundheit und das Krankheitsrisiko haben – darunter auch auf das Adipositasrisiko im späteren Lebensalter Dieses Phänomen wird als frühe metabolische Programmierung der langfristigen Gesundheit bezeichnet Drei Metaanalysen zahlreicher epidemiologischer Studien zeigten bei ehemals gestillten Individuen ein vermindertes Adipositasrisiko im Schulalter im Vergleich zu Kindern mit früher Gabe von Säuglingsnahrungen Wir vermuteten dass Stillen gegen spätere Adipositas aufgrund des daraus resultierenden selteneren Auftretens hoher Gewichtszunahmen im Säuglingsalter schützt und dass ein kausaler Faktor hierfür der geringere Eiweißgehalt in der Muttermilch im Vergleich zu Säuglingsnahrungen ist die „Frühe ProteinHypothese“ Wir prüfen diese Hypothese im European Childhood Obesity Project einer doppelblindrandomisierten klinischen Studie mit Einschluss von 1678 Säuglingen in fünf Ländern Belgien Deutschland Italien Polen Spanien Wir randomisierten gesunde reifgeborene Säuglinge im ersten Lebensjahr in zwei Gruppen mit Säuglings und Folgenahrungen mit niedrigerem oder höherem Eiweißgehalt Die Nachuntersuchungen bis zum Alter von zwei Jahren zeigen dass eine verminderte Eiweißzufuhr die Gewichtszunahme im Vergleich zu ehemals gestillten Kindern und zu den Wachstumsstandards der Weltgesundheitsorganisation normalisiert Dadurch könnte das Risiko für spätere Adipositas vermindert werden Wir folgern dass die Praxis der Säuglingsernährung ein hohes Potenzial für langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit hat Die hier erzielten Ergebnisse sollten dazu ermuntern Empfehlungen zur Säuglingsernährung und deren Umsetzung zu überprüfenMetabolic factors acting during limited and sensitive time periods of pre and postnatal development can induce lasting effects on health and disease risk in later life up to old age including later obesity risk which is referred to as early metabolic programming of longterm health Three metaanalyses of observational studies found that obesity risk at school age was reduced with early breastfeeding compared to formula feeding We assumed that breastfeeding protects against later obesity by reducing the occurrence of high weight gain in infancy and that one causative factor is the lower protein content of human milk compared to usual infant formulas the “early protein hypothesis” We are testing this hypothesis in the European Childhood Obesity Project a doubleblind randomized clinical trial enrolling 1678 infants in five countries Belgium Germany Italy Poland Spain We have randomized healthy infants born at term to receive for the first year infant formula and followon formula with higher or lower protein contents respectively The followup data obtained at age 2 years indicates that feeding formula with reduced protein content normalizes early growth relative to a breastfed reference group and the current WHO growth standard which may furnish a significant longterm protection against later obesity We conclude that infant feeding practice has a high potential for longterm health effects The results obtained should stimulate the review of recommendations and policies for infant formula compositionDen an den dargestellten Untersuchungen teilnehmenden Familien und Projektpartnern sind wir zu großem Dank verpflichtet Die dargestellten Untersuchungen wurden finanziell gefördert durch die Europäische Kommission Generaldirektorat Forschung Brüssel im 5 Forschungsrahmenprogramm Förderkennzeichen QLRT200100389 und QLK1CT200230582 im 6 Forschungsrahmenprogramm Förderkennzeichen 007036 und im 7 Forschungsrahmenprogramm Förderkennzeichen 212652 sowie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung des Klinischen Kompetenznetzwerks Adipositas des Verbundprojekts MEMORI durch das Münchener Zentrum für Gesundheitswissenschaften McHealth und durch die Stiftung Kindergesundheit München BK ist der Empfänger eines Freedom to Discover Award der Bristol Myers Squibb Stiftung New York NY USA


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