Journal Title
Title of Journal: Bundesgesundheitsbl
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Abbravation: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
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Publisher
Springer Berlin Heidelberg
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Authors: J Leidel F Feil
Publish Date: 2012/12/19
Volume: 56, Issue: 1, Pages: 95-101
Abstract
Die Bundesrepublik hat mit der H1N1Influenzapandemie von 2009/2010 sowie dem EHECAusbruch im Jahr 2011 innerhalb von nur 3 Jahren 2 Ausbruchsgeschehen erheblichen Ausmaßes erlebt Obwohl diese infektiologischen Krisen insgesamt vergleichsweise erfolgreich bewältigt wurden ist auch wiederholt Kritik hinsichtlich einzelner Aspekte geäußert worden Ein Kritikpunkt bestand darin dass föderale Strukturen für das Management eines überregionalen Ausbruchs weniger gut geeignet seien Damit verbunden war die Forderung in infektiologischen Krisen von besonderer Bedeutung eine zentrale Zuständigkeit und Verantwortung auf der Bundesebene anzusiedeln Tatsächlich haben sowohl zentralistische als auch föderale Strukturen Nach aber auch Vorteile für die Bewältigung infektiologischer Krisen Die „First Response“ d h die unmittelbaren Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung übertragbarer Krankheiten muss ohnehin dezentral auf der Ebene der Kommune erfolgen Regionale Unterschiede – auch im Rahmen eines überregionalen Ausbruchs – können aber durchaus ein regional unterschiedliches Vorgehen erfordern Schließlich ist die im Grundgesetz bewusst fest verankerte föderale Struktur der Bundesrepublik eine Tatsache und Tendenzen hieran etwas zu ändern sind nicht erkennbar Es muss daher letztlich darum gehen durch geeignete Konzepte und Strukturen die Vorteile des föderalen Staates zu nutzen und die möglichen Nachteile zu vermeiden Im vorliegenden Beitrag werden die hierfür vorhandenen Strukturen dargestellt und notwendig erscheinende Verbesserungen diskutiert Es wird gezeigt dass die vorhandenen Strukturen sehr wohl geeignet sind notwendige Entscheidungen und die rasche Weitergabe von Informationen auch im föderalen Staat zu gewährleisten Vereinzelte Unzulänglichkeiten sind eher auf ein mangelhaftes Einüben der bestehenden Regelungen und z T auch auf Profilierungsbestrebungen Einzelner zurückzuführen als auf Unzulänglichkeiten der bestehenden föderalen StrukturenWith pandemic influenza in 2009/2010 and an EHEC outbreak in 2011 the Federal Republic of Germany experienced two extensive outbreaks in the course of only 3 years Although both infectiological crises were comparatively sucessfully coped with certain aspects have been critically examined One point of criticism has been the presumption that federal structures may not be well suited for the management of a nationwide outbreak This has been linked to the request for a central authority with responsibility In fact centralized as well as federal structures have advantages and disadvantages during infectiological crises However the “first response” ie immediate action against the spreading of infectious diseases has to take place locally anyway Regional differences even in the context of a nationwide outbreak might well demand regional action After all the federal structure of the Republic of Germany is deliberately firmly rooted in the German constitution and there are no indications that this may change in the near future Suitable concepts and structures should be used so as to benefit from the advantages and avoid the disadvantages of a federal state The current structures are described and improvements that may be necessary are discussed The existing structures are shown to be entirely appropriate in allowing necessary decisions to be made and a fast transmission of information even in a federal state Occasional shortcomings are seen as mainly due to the inadequate implementation of already existing regulations and partly to the ambition of a few spotlight seekers rather than to actual inadequacies of existing federal structures
Keywords:
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