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Title of Journal: Bundesgesundheitsbl

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Abbravation: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz

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Publisher

Springer Berlin Heidelberg

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DOI

10.1007/11790273_7

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ISSN

1437-1588

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Nationale Kohorte – die größte Gesundheitsstudie D

Authors: Osamah Hamouda Gérard Krause Iris Pigeot
Publish Date: 2014/10/17
Volume: 57, Issue: 11, Pages: 1243-1245
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Abstract

obwohl die Medizin in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte gemacht hat gibt es noch viele Fragen Wodurch entstehen chronische Krankheiten Gibt es Faktoren die ihre Entstehung begünstigen Wie können diese Krankheiten frühzeitig erkannt werden Wie können wir uns vor diesen Krankheiten besser schützen Einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen wird die „Nationale Kohorte“ leisten die größte LangzeitGesundheitsstudie in DeutschlandSeit Anfang diesen Jahres werden über einen Zeitraum von 20 Jahren bundesweit 200000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 69 Jahren in insgesamt 18 Studienzentren medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten und zum sozialen Umfeld befragt Ziel ist es Ursachen und Risikofaktoren für die wichtigsten Volkskrankheiten genauer zu erforschenDie Studie ist ein gemeinsames interdisziplinäres Vorhaben von Wissenschaftlern aus 13 Universitäten vier HelmholtzZentren vier LeibnizInstituten und zwei Ressortforschungseinrichtungen in Deutschland Die Vorarbeiten zur Nationalen Kohorte laufen bereits seit dem Jahr 2009 Ihr wissenschaftliches Konzept wurde im Jahr 2011 durch ein internationales Gremium positiv begutachtet und ein Jahr später beschloss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern den Aufbau der Nationalen Kohorte einvernehmlich Das Fördervolumen beträgt 210 Mio € und wird aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Länder und der HelmholtzGemeinschaft bereitgestelltNoch in der zweiten Hälfte des 19Jahrhunderts gehörten in allen Teilen der Welt Tuberkulose Pocken Durchfallerkrankungen Typhus und Diphterie zu den Haupttodesursachen Heute haben Infektionskrankheiten in Industrieländern als unmittelbare Ursachen für Morbidität und Mortalität eine geringere Bedeutung Zugleich jedoch besteht Grund zur Annahme dass Infektionskrankheiten als prädisponierende Faktoren für die Entstehung nichtinfektiöser chronischer Krankheiten eine deutlich unterschätzte und nur schwer zu erforschende Rolle spielen In der Nationale Kohorte ist die Erfassung von Infektionen und ihren Risikofaktoren sowie ihrer Rolle bei der Entstehung chronischer Krankheiten von besonderem InteresseDas vorliegende Heft stellt in zahlreichen Beiträgen die Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien Pretests für den Bereich Infektionskrankheiten im Rahmen der Nationalen Kohorte dar Ein Ziel von Pretests ist es Arbeitsabläufe zu entwickeln sie zu testen und auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen Dies betrifft insbesondere das Management von Bioproben und Daten sowie die Qualitätskontrolle Des Weiteren werden verschiedene Instrumente zur Datenerhebung und medizinische Untersuchungsgeräte auf ihre Verwendbarkeit und Praktikabilität in großen populationsbezogenen Kohortenstudien getestet Auch die Akzeptanz der Probanden wird im Vorfeld untersucht um die Auswahl der am besten geeigneten Instrumente zu ermöglichen und vorhandene Instrumente speziell für die Studienzwecke anzupassen Hintergrundinformationen zu den Pretests der Nationalen Kohorte findet man in dem Beitrag von W Ahrens und Koautoren zum Design der MachbarkeitsstudienUm Infektionsforschung gemeinsam an vielen verschiedenen Standorten durchführen zu können und um valide Ergebnisse aus dieser Forschung zu gewinnen liefert eine umfassende gut funktionierende BiobankStruktur einen wichtigen Beitrag Biomaterialien mit großer Relevanz für den Bereich Infektionskrankheiten sind zum Beispiel Blut Urin SPEIchel cervicovaginale Flüssigkeit und Stuhlproben sowie Nasen und Rachenabstriche Um die Machbarkeit von Probensammlungen und präparation sowie den Transport und die Lagerung der Proben zu überprüfen wurden in zwei aufeinanderfolgenden Pretests 1600 aus der Bevölkerung ausgewählte Teilnehmer gebeten Probenmaterial zu spenden Die durchschnittliche Teilnahmequote an der Sammlung von Biomaterialien die A Kühn und Koautoren beschreiben betrug 95  Es zeigte sich zudem dass die entwickelten StandardArbeitsanweisungen umsetzbar und mit kleinen Anpassungen und Modifikationen für die Hauptphase der Studie einsetzbar sindZusätzlich zur BiobankStruktur ist auch die Akzeptanz der Probengewinnung durch die Teilnehmer ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Studiendurchführung Insbesondere bei der Gewinnung von Stuhlproben und cervicovaginaler Flüssigkeit sind Voruntersuchungen erforderlich um hier die höchstmögliche Akzeptanz innerhalb der Teilnehmergruppe zu erreichen Zur Durchführung bestimmter Laboranalysen wird Nativstuhl benötigt der zeitnah vor Ort oder in einem nahegelegenen Labor verarbeitet werden muss Bislang ist nicht bekannt ob es möglich ist Stuhlproben von gesunden Probanden während ihres Aufenthaltes im Studienzentrum zu erhalten A Schultze und Koautoren haben daher in ihrem Pretest die Machbarkeit und die Akzeptanz der Stuhlprobengewinnung während eines Termins im Studienzentrum mit der Stuhlprobengewinnung zu Hause verglichen Vor die Wahl gestellt haben sich die meisten Probanden in diesem bevölkerungsbasierten Pretest für die Gewinnung von Stuhlproben zu Hause statt im Studienzentrum entschieden Die Heimgewinnung hat sich als sehr zuverlässige Methode für Fragestellungen erwiesen die keine frisch gewonnenen Nativstuhlproben erfordern Für die Nativstuhlproben zur sofortigen Verarbeitung im Studienzentrum konnte nur eine kleine Gruppe von Probanden gewonnen werden was möglicherweise zu Selektionsverzerrungen führen könnte Es sollen weitere Studien folgen um die möglichen Selektionseffekte näher zu untersuchen


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