Authors: M Stangenberg LG Großterlinden OD Reinsch J Laskowski JM Rueger D Briem
Publish Date: 2014/03/09
Volume: 117, Issue: 12, Pages: 1145-1151
Abstract
Posteriore Schulterluxationen stellen ein seltenes Verletzungsbild dar gehen jedoch häufig mit weichteiligen und/oder ossären Begleitverletzungen wie der reversen HillSachsLäsion oder einem dorsalen Labrumschaden einher Für die Kombination dieser Läsionen existieren bisher keine evidenzgesicherten TherapieempfehlungenWir berichten über 2 Patienten mit einer frischen traumatischen dorsalen Erstluxation die zunächst arthroskopisch exploriert dann in offener Technik versorgt wurden Im ersten Fall erfolgte zunächst die arthroskopische Refixation des hinteren Labrums anschließend die offene Versorgung der reversen HillSachsLäsion mittels Osteosynthese und alloplastischem Knochenersatzmaterial Im zweiten Fall erfolgte die diagnostische Arthroskopie sowie nach frustranem Versuch der arthroskopisch gestützen retrograden Anhebung des Defekts die offene Rekonstruktion des Humeruskopfes mittels allogenem KnochenIn beiden Fällen wurde zum Abschluss des Followup nach 16 bzw 12 Monaten ein gutes klinisches Ergebnis mit einem ConstantScore von 79 bzw 86 Punkten beobachtet Radiologisch wurde eine abgeschlossene knöcherne Heilung ohne Zeichen einer posttraumatischen Osteoarthrose gesehenZusammenfassend zeigen beide Fälle dass es sich bei der operativen Versorgung der frischen traumatischen hinteren Schulterluxation anbietet zunächst das Gelenk arthroskopisch zu explorieren um Begleitverletzungen des Labrums erkennen und ggf mitversorgen zu können Die knöcherne Pathologie des Humeruskopfes kann anschließend in offener Technik angegangen werden wobei die Therapiewahl in Abhängigkeit der Defektgröße zu treffen istPosterior dislocations of the shoulder represent a rare injury with frequently occurring soft tissue and/or bony concomitant lesions such as the reverse HillSachs lesion and the dorsal labrum tear For the combination of these injuries no evidencebased therapeutic recommendations existWe report two cases of fresh traumatic firsttime posterior dislocations that were each explored arthroscopically and subsequently operated using an open technique In the first case we performed refixation of the labrum followed by open osteosynthesis with bone substitution Treatment of the second case included diagnostic arthroscopy and – after a frustrating attempt to elevate the defect in an arthroscopically assisted retrograde technique – open reconstruction of the humeral head with an allograftThese cases show that for the operative treatment of fresh traumatic posterior shoulder dislocation it is useful to explore the joint arthroscopically to identify concomitant injuries of the labrum and if necessary treat them The bony pathology of the humeral head can subsequently be addressed in an open technique whereby the appropriate treatment should be chosen based on the size of the defect
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