Authors: S Krege P Albers
Publish Date: 2009/02/21
Volume: 48, Issue: 4, Pages: 349-349
Abstract
Hodentumoren stellen mit ca 4500 Neuerkrankungen im Jahr eine seltene Entität unter den urologischen Tumoren dar Dennoch hat der Hodentumor aufgrund zweier Besonderheiten eine Sonderstellung unter den Tumoren Zum einen tritt er bei jungen Männern auf zum anderen ist er selbst in weit fortgeschrittenen Stadien noch in einem hohen Prozentsatz heilbar Letzteres resultiert aus einer konsequenten multimodalen Therapie die auf interdisziplinären PhaseIIIStudien basiert sodass heute für alle Stadien therapeutische Standards bestehen Um so wichtiger ist es allerdings dass diese Standards auch eingehalten werden Aus diesem Grunde war der Hodentumor in den letzten Jahren immer wieder Thema in verschiedenen Journalen und bei wichtigen Kongressen Auch dieses Heft hat als Leitthema den HodentumorVorangestellt wird nochmals eine Übersicht über die aktuelle stadienspezifische Therapie des Tumors Im Weiteren sollen aber Themen dargestellt werden die in den bisherigen Übersichten etwas kurz kamen Auch wenn die Therapie bereits sehr standardisiert ist besteht die Notwendigkeit für einige Stadien die Therapie weiter zu verbessern Eine Übersicht zur aktuellen Grundlagenforschung gibt Prof Dr Looijenga Pathoonkologe ErasmusUniversität RotterdamEin Bereich in dem die Therapie weiter optimiert werden kann ist die Rezidivtherapie In den letzten 10 Jahren wurden insbesondere Studien zur Hochdosistherapie durchgeführt Viele Studien können jetzt Ergebnisse liefern Hierzu und zur Frage welchen Stellenwert die targetspezifische Therapie beim Hodentumor hat nimmt Prof Dr Beyer Leiter der Hämatoonkologie UrbanKrankenhaus Berlin StellungDie Therapie beim Hodentumor ist gerade in den fortgeschritteneren Stadien für den Organismus sehr belastend Zahlreiche Akuttoxizitäten können auftreten Da die Patienten jung sind leiden sie aber evtl auch unter Spättoxizitäten Auf diesem Gebiet hat die Arbeitsgruppe um Fr Prof Fossa und Prof Oldenburg Norwegen umfangreiches Datenmaterial ermittelt welches von Prof Oldenburg dargestellt und erläutert wirdHodentumoren haben auch im Kindesalter einen Häufigkeitsgipfel Kindliche Hodentumoren unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten von denen im Erwachsenenalter Hierzu geben Prof Steffens Chefarzt Urologische Klinik St AntoniusHospital Düren und Fr PD Dr Calaminus Oberärztin Kinderklinik Universitätsklinikum Münster mit Schwerpunkt pädiatrische Onkologie eine ÜbersichtDa die Realität leider immer wieder zeigt dass die Therapieempfehlungen für den Hodentumor nicht eingehalten werden wurde von der interdisziplinären Hodentumorgruppe Deutschlands ein Projekt zu Zweitmeinungszentren etabliert PD Dr Schrader Oberarzt Urologische Klinik Charité Mitte Berlin und Fr Szostak Dokumentarin des Projekts erläutern dieses und stellen eine erste Zwischenanalyse vor Hodentumorzentren sind in anderen Ländern schon länger etabliert Prof Clark Urologische Klinik Christie Hospital Manchester beschreibt das englische Modell
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