Authors: C Netsch B Becker A J Gross
Publish Date: 2016/10/27
Volume: 55, Issue: 11, Pages: 1497-1510
Abstract
Die Harnleiterobstruktion stellt ein heterogenes Krankheitsbild dar und wird bei Notwendigkeit mittels Harnleiterschiene oder perkutaner Nephrostomie PCN behandelt Bei der malignen Harnleiterobstruktion MHO wurde ein geringer Überlebensvorteil nach Harnableitung mittels Harnleiterschiene oder PCN nachgewiesen wobei kein Unterschied zwischen den Ableitungen hinsichtlich medianem Überleben und Komplikationsraten gefunden wurde Derzeit gibt es keine Evidenz dass bei der MHO eine Harnableitung die Lebensqualität verbessert Die Evidenz für alternative Harnleiterschienungskonzepte bei der MHO wie Tandemharnleiterschienung die Einlage metallischer Harnleiterschienen oder metallischer MeshHarnleiterschienen ist gering Bei der benignen Harnleiterobstruktion zeigen prospektiv randomisierte Studien eine vergleichbare Lebensqualität nach PCN oder Harnleiterschieneneinlage Die Wahl der Harnableitung wird von der Empfehlung der persönlichen Erfahrung des Klinikers und der Verfügbarkeit der Methoden bestimmt
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